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Karsamstag

Auch am Karsamstag feiert die Kirche keine Eucharistie. Andere liturgische Feiern aber und die Vorbereitungen auf die Osternacht geben diesem Tag sein unverwechselbares Gepräge. Als Teil des österlichen Triduum gehört der Karsamstag zu höchsten christlichen Fest.

Zunächst ist der Karsamstag der Gedächtnistag der Grabesruhe Jesu. „Er ist hinabgestiegen in das Reich des Todes“, bekennen wir im Glaubensbekenntnis. Der Karsamstag ist sinnvoll zwar ein stiller, aber kein stummer Tag!

So wird auch am Karsamstag die Tagzeitenliturgie gefeiert: zumindest ein Element davon mit Gemeinde zu beten, ist empfehlenswert. Die Psalmen und Lesungen werden mehr und mehr von österlicher Hoffnung geprägt.

In manchen Gemeinden findet sich die Gemeinde auch am Karsamstag zu einer Andacht am heiligen Grab zusammen.

Für die Eingliederung von Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Osternacht ist eine besondere Feier vorgesehen, die sie ermutigen und stärken soll für den Empfang von Taufe, Firmung und Eucharistie.

Der Karsamstag ist ansonsten ein Tag der notwendigen Vorbereitung auf die Osternacht und die Osterzeit: Es wird geschmückt, gebacken, gekocht - damit der Rahmen für das froheste Fest unseres Glaubens geschaffen wird, das die Botschaft von der Auferstehung des Herrn in der Osternacht neu erstrahlen lassen will. Die Vorfreude darauf bricht sich am Karsamstag unaufhaltsam ihre Bahn.